Nein zu Mietschulhaus öffnet den Fächer für konstruktive Lösungen

Bild des Benutzers Martin Müller

Das Mietschulhaus im Limmatfeld ist Geschichte. Mit wuchtigen 68 Prozent haben die Dietiker Stimmenden das Projekt an der Urne versenkt. Auch wenn die Deutlichkeit überrascht: Das war abzusehen. Die vom Stadtrat und den Befürwortern herumgebotenen Zahlen waren relativ einfach falsifizierbar. Nicht nur Immobilienheinis und Hypothekarbanker konnten nachvollziehen, dass mit dieser Argumentation etwas nicht stimmen kann.

Doch Jubel ist nicht angesagt! Das Gebiet Limmatfeld braucht ein Schulhaus. Sonst verlieren die Wohnungen an Wert, was wiederum nicht die beabsichtigte Mieterschaft anzieht. Der Stadtrat ist gut beraten, wenn er das Wehklagen möglichst schnell sein lässt und vom hohen Ross heruntersteigt. Mit der neuen Situation, die auch von den Investoren zur Kenntnis genommen werden muss, werden sich neue, vielleicht überraschende Lösungen auftun. Die Stadt hat Liegenschaften im Finanzvermögen, ein Landabtausch wäre z.B. ein Möglichkeit.

Hier ist der Stadtrat gefordert. Nur er hat die Möglichkeiten, Verhandlungsmasse zu eruieren und geschickt einzusetzen. Und wenn er es nicht kann, respektive will, und darauf lassen die ersten, zickigen Voten bei der Bekanntgabe des Abstimmungsresultats leider schliessen, müssen sich dieselben 68 Prozent der Wählerschaft, welche hier Nein gestimmt haben, überlegen, ob sie die richtigen Leute in die Regierung gewählt haben.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)