Mehr Chancengerechtigkeit wagen

Was Johann Heinrich Pestalozzi als Bildungspraktiker für die schweizerische Volksschule entwickelt und aufgebaut hatte, trug massgeblich zur breiten Wohlstandsverteilung in der Schweiz bei. Dass alle Lesen und Schreiben, sowie etwas Rechnen lernten und sich so den Zugang zu Wissen und Fortkommen erschliessen konnten, sollte für unser Land Triebkraft einer enormen Entwicklung werden.


Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Anforderungen an die Schulabgänger. Dass alle lesen, schreiben und rechnen können, genügt heute nicht mehr, um die äusserst vielseitigen Anforderungen einer arbeitsteiligen Berufswelt zu erfüllen. Es braucht – vereinfacht gesagt – Menschen, die exzellent lesen und schreiben können und welche, die exzellent rechnen können. Noch besser, wenn jemand beides exzellent kann. Gefragt ist also nicht mehr, dass möglichst viele von allem gleich wenig können (Chancengleichheit), sondern dass jeder dort gefördert wird, wo es seinen Neigungen am besten entspricht (Chancengerechtigkeit).


Mit unzähligen Reformen, deren Auswüchse hier nicht extra aufgeführt werden sollen, haben es die vereinigten Bildungsbürokraten während der letzten 20 Jahre geschafft, aus dem Erfolgsmodell Volksschule eine Institution zu formen, die vor allem für eins bürgt: Mittelmass, Nivellierung nach unten und Einheitsbrei für alle. Unter Gerechtigkeit verstehen wir Demokraten etwas anderes.


Ein modernes Schulwesen bietet jedem Individuum die Chance, sich nach seinen individuellen Neigungen zu bilden, vorhandene Stärken zu verstärken und Schwächen wo möglich zu mildern. Dafür braucht es den Wettbewerb unter den Angeboten und den Methoden. Was für Hans taugt, muss für Fritz nicht richtig sein. Deshalb befürworten wir Demokraten grundsätzlich das System der Bildungsgutscheine.


Im Wissen darum, dass sich dieses System auf kommunaler Ebene alleine kaum sinnvoll etabliert lässt, die heutige Volksschule zudem fest in den Klauen der kantonalen Bildungslobby liegt und der lokalen Schulbehörde kaum mehr Spielraum bleibt, fordert die Demokratische Partei von der Dietiker Schule eine Politik der kleinen Schritte und des gesunden Menschenverstands. Im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit soll für Lehrer- und Schülerschaft ein der individuellen Förderung möglichst nahekommender Unterricht stattfinden können. Dafür ist die Demokratische Partei bereit, die nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die anderen Parteien werden aufgefordert, ihre Kandidierenden für die Schulpflege nach den neuen Anforderungen an ein Gemeindeschulpflegemitglied zu evaluieren. Es braucht in erster Linie Management- und Organisationstalent, Interesse an Personalfragen oder ökonomischen Sachverstand, nicht pädagogisches oder psychologisches Fach- oder Halbwissen.

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