Mehr Mittelstand wagen

Dass der Mittelstand die Stütze unserer Gesellschaft sei und man ihm daher Sorge tragen müsse, verkünden die Politiker aller Lager in schöner Regelmässigkeit, besonders intensiv im Vorfeld von Wahlen. Geht es nach den Wahlen aber zur Tat, so taugt der Mittelstand gerade noch als Milchkuh, die all die wunderbaren Projekte von der Integration über die Kultur bis hin zur Kunst am öffentlichen Bau zu finanzieren und im Übrigen zu schweigen hat.


Beim Begriff des „leistungsbereiten Mittelstands“ geht die Demokratische Partei von einer eigenverantwortlichen Lebensführung und –gestaltung aus. Wir mögen deshalb keinen Nanny-State, der den modernen Menschen von der Krippe bis zur Bahre politisch korrekt und geschlechtsneutral nach Abfallentsorgungskozepten und Energielabels konditioniert und über softe Informationskampagnen manipuliert. Regierungen und Parlamente haben kein Recht, ihr Volk zu erziehen.


Monetär gesehen finanziert der Mittelstand „nur“ rund ein Drittel der staatlichen Einnahmen, den Rest begleichen Unternehmen und die wenigen Vermögenden. Was dabei immer wieder vergessen geht, ist die immaterielle Leistung des Mittelstands zu Gunsten der Gemeinschaft. Das Engagement neben Beruf und Familie, sei es in Vereinen, der Nachbarschaftshilfe, in Milizbehörden, Parteien, Berufsverbänden und dergleichen, ist enorm. Ohne dieses Engagement, oft auch ohne jede noch so bescheidene Spesenentschädigung, würde die helvetische Gesellschaft schlicht zusammenbrechen. Wir Demokraten fordern daher eine Institution ähnlich dem städtischen Kulturpreis, mit welcher herausragendes Engagement einzelner Personen zu Gunsten der Gemeinschaft anerkannt und in bescheidenem Masse honoriert wird.


Dem Vereinswesen kommt eine tragende Rolle in unserer Stadt zu. Finanziell wird es durch die Stadt recht gut bedacht. Was fehlt, ist eine zentrale Anlaufstelle, wo sich interessierte Vereine, die im grösseren Stil einen Anlass planen, hin wenden können. Das Zurechtfinden im Bewilligungsdschungel ist gerade für Miliz-Vereinsfunktionäre oft eine Überforderung. Hier fordern wir Demokraten einen entsprechenden One-Stop-Shop.

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